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Geschichte und Entstehung des Apnoe Sport

 

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Der italienische Ethnologe Fosco Maraini traf die Wassermädchen auf den sieben Inseln 1963 noch im Naturzustand an.

Ama-Taucherinnen in Japan

 

Lange bevor es Sauerstoffgeräte und andere technische Entwicklungen gab, sind die Menschen mit angehaltenem Atem in die Tiefe getaucht, um Perlen, Schwämme und Meeresfrüchte aus dem Meer zu holen.

 

In Japan entstand der Beruf der Taucherinnen „Amas“. Ama bedeutet wörtlich übersetzt "Meerjungfrau". Sinngemäß bedeutet es jedoch Taucherin.

Früher wurden die Amas von der Zuchtperlenindustrie zur Wartung der Austern eingesetzt, bis man wirtschaftlichere Methoden entdeckte.

Heutzutage sammeln die Amas Muscheln wie die Seeohr (Awabi) und Kreiselschnecke (Sasae), die in Japan als Delikatesse gelten. In diesem gefährlichen Beruf tauchen die Amas bis zu einer Tiefe von 30 Metern. Die Tauchgänge erfolgen in Akkordarbeit. Außer den mit 1 kg schweren Steinen bestückten Gürteln, die die Frauen um die Hüften tragen, benutzen sie auch 20 kg schwere Eisenpflöcke, mit denen sie schneller nach unten stoßen, um die kurze Zeit unter Wasser optimal nutzen können.

Das schwere Gerät hat schon manche erschlagen. Heutzutage praktizieren immer weniger Frauen in Japan diesen Beruf.

(Quelle: www.ruthlinhart.com/texte_24.htm)

 

 

Die Geschichte von Giorgios Haggi Statti

 

Im Juni 1913 verlor das Flaggschiff der italienischen Marine die „Regina Margherita“ bei einem Sturm vor Griechenland ihren Anker. Man versuchte vergeblich, den Anker aus 77 Metern Tiefe zu bergen.

 

Ein griechischer Schwammtaucher namens Giorgios Haggi Statti bot dem Kapitän an, den Anker zu bergen. Nach längeren Diskussionen mit dem Kommandanten und dem Marinearzt des Schiffes und einigen Bedenken, begab sich der Grieche beschwert durch Steine in die Tiefe. Helfer zogen Ihn mit Hilfe des Seils wieder nach oben. Nach mehreren Tagen und Tauchgängen fand er den Anker auf 77 Metern Tiefe und brachte mehrere Seile an. Somit konnte der Anker geborgen werden.

 

Aus diesem Ereignis sollte die Disziplin „No Limits“ entstehen,  die aber erst Ende der 80er Jahre im Wettkampf Einzug erhielt. Bis dahin wurde mit dem Kopf voraus getaucht, heutzutage bekannt als die Disziplin „Variable Weight“.

 

 

Wie der Apnoe Sport entstand

 

Die ersten Rekorde wurden Disziplin „Variable Weight“ erzielt, bei der man sich durch Gewichte in die Tiefe ziehen lässt und aus eigener Kraft wieder an die Wasseroberfläche gelangen muss.

 

Man vermutet, dass der Apnoe Sport seine Wurzeln im Speerfishing hat,  welches hauptsächlich im Mittelmeer, im Atlantik und im Pazifik praktiziert wurde.

Der erste Rekord wurde mit einer Tiefe von 30 Metern im Jahr 1949 durch den Italiener Raimondo Bucher aufgestellt. Erst im Jahr 1951 wurde dieser Rekord mit 35 Metern von Ennio Falco und Alberto Novelli überboten. Die Jagd nach Rekorden war eröffnet. Im Jahr 1960 kam eine neue Generation an Tauchern, Amerigo Santarelli, Tetake Williams, Robert Croft, Jacques Mayol und Enzo Maiorca. Letzterer sollte 1961 die 50 Meter Marke erreichen. Die Rekordjagd lief über Jahre, in denen sich insbesondere Jacques Mayol und Enzo Maiorca ständig überboten. Die Disziplin No Limits entstand und so erreichte der Franzose Jacques Mayol 1976 die 100 Meter Marke.

Der Wettstreit zwischen Enzo Maiorca und Jacques Mayol war die Grundlage für den berühmten Film von Luc Besson „Le Grand Blu“ (The Big Blue) im Jahr 1988. Dieser war ein großer Erfolg und gilt heute noch als Kultfilm unter Apnoetauchern.

Danach wurden auch weitere Freitaucher wie Angela Bandini, Pipin Ferreras, Umberto Pelizzari, Deborah Andollo und Tanja Streeter bekannt.


 
    

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